Stadtpark Rothenburg/O.L.

Der Stadtpark von Rothenburg ist die grüne Oase der östlichsten Kleinstadt an der Neiße. Seine Ursprünge reichen zurück in das 16. Jahrhundert als mit dem Bau eines Schlossgartens begonnen wurde. Um 1700 wurde dieser durch einen barocken Lustgarten erweitert. Überreste davon finden sich noch heute inder Nähe der Kulturanlage. Einige für barocke Gärten typische Gestaltungsmerkmale sind erhalten geblieben, so die Treppenanlagen, die Grotte und das Wasserbecken. Ab 1840 wurde der Park nach dem Vorbild des Fürsten Pückler in Bad Muskau in einen Landschaftsgarten umgestaltet. Architekt war Wigand Adolph Freiherr von Gersdorff, der den Schlosspark und die angrenzenden Güter zuvor erworben hatte. In den Jahren nach 1883 wurde die Parkanlage erneut verändert und erweitert. Justus Friedrich Martin (ab 1907 von Martin) ließ unter anderem die ehemalige Parkgärtnerei sowie zahlreiche dendrologisch interessante Gehölze anlegen. Durch die Kriegshandlungen 1945 wurden der Park und seine Anlagen schwer beschädigt. Die Besitzer des Schlosses wurden nach dem Krieg enteignet und das Schloss 1949 gesprengt. Heute prägen jahrhundertealte Eichen, majestätische Blutbuchen und die alten Rhododendronbestände das Bild des Stadtparks. Deren markante Blütenfarben verwandeln den Park im Frühsommer in ein Blütenmeer. Doch auch zu jeder anderen Jahreszeit lohnt ein Spaziergang durch den etwa 19 Hektar großen Park. Im Jahr 2018 wurde mit Unterstützung des Martinhofs Rothenburg ein Baumlehrpfad angelegt.